Kirche Pöllau Außenansicht im Schnee - © Schieder

Kirche Pöllau Außenansicht - Schieder

Die Fassadengestaltung

Von den beiden geplanten Türmen wurde nur einer vollendet. Die Westfassade mit dem Hauptportal blieb hier als Torso unvollendet. Der Turm besteht aus hohen quadratischen Untergeschoßen und einer achteckigen Glockenstube mit einem flachen Laternenhelm. Diese an gotische Turmformen erinnernde Gestalt war schon in der ersten Planungsphase vorgesehen und wurde später zu einem Vorbild für fast alle bis 1750 erbauten Glockentürme ähnlichen Ausmaßes in der Oststeiermark.

An der Westfassade erscheint lediglich das klein wirkende Giebelgeschoß fertig gestaltet zu sein. Auf zwei kleinen Pilastern, die ein Ovalfenster begrenzen, befindet sich ein Segmentgiebel, zu dem die Aufschwünge zweier Voluten führen. Alles andere in diesem Fassadenbereich blieb Stückwerk.

Eine Besonderheit im steirischen Raum ist die Ausschmückung des Lang- und Querhauses, in wesentlichen Zügen der Konzeption von Sciassia folgend und nur in der Giebelgestaltung der Fensterrahmen vom ersten Plan abweichend. Joachim Carlone verwendete sie detailgetreu bereits 1692 beim Bau des Minoritensaales von Graz.





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