... und viele dazwischen

Die einen gehen lieber ans Meer, 
die anderen lieber in die Berge.

Die einen sind grundsätzlich mindestens fünf Minuten vor Abfahrt des Zuges am Bahnhof,

die anderen kommen knapp vorm Schließen der Türen an und können es nicht leiden, wenn sie eine Minute zu lang auf dem Bahnsteig herumstehen müssen.

Die einen trinken Capuccino mit Milch, 
die anderen mit Sahne.

Die einen wohnen gerne im Parterre, 
die anderen lieber unterm Dach.

Die einen essen aus Überzeugung kein Fleisch,

die anderen essen es mit Appetit.

Für die einen kann der Sommer nicht zu 
heiß sein,

die anderen stöhnen bereits bei 20 Grad.

Die einen gehen bei Rot über die Ampel, die anderen tun das niemals, auch nicht nachts um drei.

Die einen leben zufrieden auf dem Land,

die anderen in der Stadt.

Die einen tragen stets Bedenken mit sich herum,

die anderen wischen sie am liebsten 
beiseite.

Die einen hören alle Arten von Pop, 
die anderen Klassik und Neue Musik.

Die einen haben eine Hautfarbe in 
verschiedenen Brauntönen,

die anderen sind irgendwas zwischen beige und weiß. (Also was soll 
„hautfarben“ sein?)

Die einen können gut rechnen,

die anderen mit Zahlen nicht so viel anfangen.

Die einen sprechen druckreif,

die anderen gebrochen.

Die einen sind morgens putzmunter,

die anderen abends.

Die einen schlucken den Ärger runter,

die anderen lassen ihn raus.

Die einen glauben an ein Leben nach dem Tod,

die anderen an eines davor.

Und dann die vielen dazwischen.

„Sich unterbrechen zu lassen, kann eine wohltuende Pause einläuten. Ein kleiner Ausstieg aus dem Alltagstrott ...“, empfiehlt die Erwachsenenbildnerin und Clownin Gisela Matthiae im Vorwort zu ihrem Büchlein „Übermütig. 52 Unterbrechungen, Umwege und Überraschungen“, erschienen 2017 im Patmos Verlag, hier S. 24–25. – www.patmos.de



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